Google und die Macht des Wissens

Im Rahmen eines arte-Themenabends war jüngst diese Dokumentation über den Google Books-Prozess zu sehen und ich bin geschockt und begeistert zugleich über diese Hintergrundinformationen. Vor allem aber bin ich erschrocken darüber, wie einseitig ich damals diese Problematik wahrgenommen habe.

Natürlich, so dachte ich, ist Google Books ein großartiges Projekt und natürlich sollte allen Menschen der Zugang zu allen Büchern der Welt offenstehen, am besten kostenlos. Aber hier ging es nicht nur um Fragen eines hinderlichen Urheberrechts oder um die gerechte Entlohnung von Autoren oder um den Kampf der Verlage gegen das Internet als solches. Das habe ich damals übersehen. Hinter dieser Geschichte steckt viel mehr, unter anderem auch die interessante Frage danach, wie Google mit seinen eigenen Widersprüchen umgeht. Das Thema Datenschutz steht dabei noch auf einem ganz anderen Blatt. Für mich ist vor allem interessant, wie Google sich zum Thema Transparenz und Zugänglichkeit zu Informationen verhält: Sie propagieren den freien Zugang zu allen Informationen und knebeln gleichzeitig alle Geschäftspartner mit Geheimhaltungsabkommen. Das geht so weit, dass ein spanischer Mönch, der alte Schriften von Google scannen ließ, sich nicht mehr traut, einer Journalistin auf eine einfache Frage zu antworten.

Der Film ist etwa 90 Min. lang und witzigerweise momentan noch auf YouTube verfügbar (was ja auch zu Google gehört):

Ach ja, und dann kam noch der Film „The Pirate Bay – Away from Keyboard“:

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